Ein Knopf, den die Tastatur nicht erreicht
Alles, was man mit der Maus bedienen kann, muss sich auch mit der Tastatur bedienen lassen. Das ist eine der grundlegendsten Anforderungen überhaupt, und sie klingt selbstverständlich, bis man sie prüft.
Der Grund für die Verstöße ist fast immer derselbe: Ein Knopf wurde nicht als Knopf gebaut, sondern als bloßer Kasten, den man anklicken kann. Für das Auge ist der Unterschied unsichtbar. Für die Tastatur ist er der Unterschied zwischen bedienbar und nicht vorhanden.
Bitte wirklich beide durchklicken, das dauert zwei Minuten
Wer mit Barrierefreiheit noch nichts zu tun hatte, versteht unsere Studie danach deutlich besser: Aus einer Prozentzahl wird eine Sache, die man am eigenen Rechner gemerkt hat. Auf beiden Seiten steht dieselbe Anleitung, und der Unterschied liegt allein im Ergebnis.
Wen das trifft
Menschen, die keine Maus benutzen können: nach einem Schlaganfall, bei Tremor, bei Lähmungen, mit Spracheingabe, mit Spezialtastaturen. Dazu jeder blinde Mensch, denn ein Screenreader wird über die Tastatur bedient.
Wie häufig das vorkommt
In unserer EU-Studie war das der häufigste Fund überhaupt: durchschnittlich 45,8 nicht erreichbare Bedienelemente pro Startseite bei den großen Anbietern, 27,4 bei den lokalen Betrieben.
Sie wollen wissen, wie man das behebt?
Die Beispielseiten hier zeigen absichtlich keine Lösungen: Sie sind zum Erleben da, nicht zum Nachbauen. Die Anleitung mit Code steht im Tutorial.
Zum Tutorial