Rechner
Risiko-Rechner: Konformitätslücke und Beanstandungsrisiko
Stellen Sie die Regler auf Ihre Lage ein. Der Rechner gibt zwei Zahlen aus: die Konformitätslücke, also den Anteil der geprüften Kriterien, die verletzt sind, und das Beanstandungsrisiko als Band mit Ampel. Beide Formeln stehen offen, damit Sie die Zahl nachrechnen und ihr widersprechen können.
Ergebnis
Konformitätslücke
30 %
Gemessen, nicht modelliert: Anteil der geprüften Kriterien, die verletzt sind. Auch ein Prozent bedeutet für die betroffenen Kriterien „nicht konform“.
Beanstandungsrisiko
52 bis 68 %
Einstufung: hoch
Modelliert aus den vier Termen oben. Ausgegeben als Band, weil ein Punktwert eine Genauigkeit vortäuschen würde, die das Modell nicht hat.
Modellrechnung auf offengelegter Formel, keine Rechtsprognose und keine Rechtsberatung. Die Konformitätslücke ist gemessen, das Beanstandungsrisiko ist eine Setzung, deren Gewichte oben nachlesbar sind.
Warum hier keine Strafwahrscheinlichkeit steht
Wir könnten leicht eine Prozentzahl für „so wahrscheinlich zahlen Sie ein Bußgeld“ hinschreiben. Sie wäre erfunden. Drei Punkte aus der Rechtslage bestimmen stattdessen, was das Modell überhaupt ausgeben darf:
Es gibt keine Fehlerschwelle. Jedes Erfolgskriterium ist erfüllt oder nicht, ein einziges verletztes Kriterium bedeutet „nicht konform“. Einen Punktestand, ab dem es kippt, kennt das Gesetz nicht.
Ein Bußgeld folgt nicht aus der Fehlerzahl, sondern aus dem Verfahren: die Marktüberwachung prüft aktiv und auf Beschwerde, fordert Nachbesserung mit Frist, und erst wenn nicht nachgebessert wird, eskaliert es.
Öffentlich dokumentierte Einzel-Bußgelder gibt es bislang nicht (Stand Juli 2026). Ohne Basisrate wäre jede Strafwahrscheinlichkeit geraten. Das reale kurzfristige Risiko ist Beschwerde, Abmahnung und Nachbesserungsdruck.
Die Gewichte, offengelegt
Das Beanstandungsrisiko ist eine Modellrechnung aus vier Termen. Die Gewichte sind eine begründete Setzung aus der Verfahrenslogik, keine empirische Schätzung, denn es gibt keine Datenbasis, aus der man sie schätzen könnte. Genau deshalb stehen sie hier und nicht in einer Blackbox.
| Treiber | Gewicht | Warum er drin ist |
|---|---|---|
| Grundterm, sobald überhaupt etwas verletzt ist | 0.10 | Eine Behörde, die automatisiert screent, braucht keine Beschwerde, um eine Seite zu finden. |
| Blocker in Kernstrecken | 0.35 | Eine Barriere, die Checkout, Login oder Kontakt ganz verhindert, erzeugt die Beschwerde, die eine reaktive Prüfung auslöst. |
| Anteil maschinell auffindbarer Verstöße | 0.30 | Genau diese Klasse kann eine Behörde ohne Personalaufwand in großer Zahl feststellen. Unsere Regel-Ebene findet dieselben Fälle. |
| Fehlende oder unvollständige Barrierefreiheitserklärung | 0.25 | Eigenständig bußgeldfähig nach § 37 Nummern 2 bis 6 und in Sekunden nachweisbar, also das erste, wonach eine Prüfung sucht. |
Die vollständige Formel samt Bändern steht in docs/specs/risk.md im Quellcode. Ändert sich die Rechtslage oder gibt es belastbare Verfahrenspraxis, wird die Neukalibrierung dort dokumentiert.
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