Zum Inhalt springen

Rechner

Risiko-Rechner: Konformitätslücke und Beanstandungsrisiko

Stellen Sie die Regler auf Ihre Lage ein. Der Rechner gibt zwei Zahlen aus: die Konformitätslücke, also den Anteil der geprüften Kriterien, die verletzt sind, und das Beanstandungsrisiko als Band mit Ampel. Beide Formeln stehen offen, damit Sie die Zahl nachrechnen und ihr widersprechen können.

Ihre Lage

Von den Erfolgskriterien, die sich automatisiert oder teilautomatisiert prüfen lassen. Kriterien, die niemand maschinell entscheiden kann, gehen nicht in die Rechnung ein.

Barrieren, die Checkout, Login oder Kontaktaufnahme ganz verhindern. Ab fünf ändert sich die Aussage nicht mehr, deshalb sättigt der Term dort.

Wie viel davon eine rein automatische Prüfung selbst finden würde. Fehlende Alternativtexte und zu schwacher Kontrast gehören dazu, eine unlogische Fokusreihenfolge eher nicht.

Barrierefreiheitserklärung

Gibt es eine erreichbare Erklärung mit Konformitätsaussage, nicht barrierefreien Inhalten, Datum und Feedback-Weg?

Ergebnis

Konformitätslücke

30 %

Gemessen, nicht modelliert: Anteil der geprüften Kriterien, die verletzt sind. Auch ein Prozent bedeutet für die betroffenen Kriterien „nicht konform“.

Beanstandungsrisiko

52 bis 68 %

Einstufung: hoch

Modelliert aus den vier Termen oben. Ausgegeben als Band, weil ein Punktwert eine Genauigkeit vortäuschen würde, die das Modell nicht hat.

Modellrechnung auf offengelegter Formel, keine Rechtsprognose und keine Rechtsberatung. Die Konformitätslücke ist gemessen, das Beanstandungsrisiko ist eine Setzung, deren Gewichte oben nachlesbar sind.

Warum hier keine Strafwahrscheinlichkeit steht

Wir könnten leicht eine Prozentzahl für „so wahrscheinlich zahlen Sie ein Bußgeld“ hinschreiben. Sie wäre erfunden. Drei Punkte aus der Rechtslage bestimmen stattdessen, was das Modell überhaupt ausgeben darf:

  1. Es gibt keine Fehlerschwelle. Jedes Erfolgskriterium ist erfüllt oder nicht, ein einziges verletztes Kriterium bedeutet „nicht konform“. Einen Punktestand, ab dem es kippt, kennt das Gesetz nicht.

  2. Ein Bußgeld folgt nicht aus der Fehlerzahl, sondern aus dem Verfahren: die Marktüberwachung prüft aktiv und auf Beschwerde, fordert Nachbesserung mit Frist, und erst wenn nicht nachgebessert wird, eskaliert es.

  3. Öffentlich dokumentierte Einzel-Bußgelder gibt es bislang nicht (Stand Juli 2026). Ohne Basisrate wäre jede Strafwahrscheinlichkeit geraten. Das reale kurzfristige Risiko ist Beschwerde, Abmahnung und Nachbesserungsdruck.

Die Gewichte, offengelegt

Das Beanstandungsrisiko ist eine Modellrechnung aus vier Termen. Die Gewichte sind eine begründete Setzung aus der Verfahrenslogik, keine empirische Schätzung, denn es gibt keine Datenbasis, aus der man sie schätzen könnte. Genau deshalb stehen sie hier und nicht in einer Blackbox.

TreiberGewichtWarum er drin ist
Grundterm, sobald überhaupt etwas verletzt ist0.10Eine Behörde, die automatisiert screent, braucht keine Beschwerde, um eine Seite zu finden.
Blocker in Kernstrecken0.35Eine Barriere, die Checkout, Login oder Kontakt ganz verhindert, erzeugt die Beschwerde, die eine reaktive Prüfung auslöst.
Anteil maschinell auffindbarer Verstöße0.30Genau diese Klasse kann eine Behörde ohne Personalaufwand in großer Zahl feststellen. Unsere Regel-Ebene findet dieselben Fälle.
Fehlende oder unvollständige Barrierefreiheitserklärung0.25Eigenständig bußgeldfähig nach § 37 Nummern 2 bis 6 und in Sekunden nachweisbar, also das erste, wonach eine Prüfung sucht.

Die vollständige Formel samt Bändern steht in docs/specs/risk.md im Quellcode. Ändert sich die Rechtslage oder gibt es belastbare Verfahrenspraxis, wird die Neukalibrierung dort dokumentiert.

Kostenlosen Scan anfragen

Sagen Sie uns Ihre Domain - wir führen einen kostenlosen Erst-Scan durch und zeigen Ihnen die wichtigsten Barrieren.